Kopfweiden

Kopfweidenpflege

So sehen Kopfweiden am Niederrhein aus

Kopfbäume sind ganz spezielle Bäume. Am Niederrhein sind sie nicht nur landschaftsprägendes und historisches Kulturgut, sondern stellen auch wertvollen Lebensraum für Vögel und Insekten dar. Beides gilt es in der Region zu erhalten und in das Bewusstsein möglichst vieler Menschen zu rücken. Im Kreis Wesel gedeihen nicht weniger als 20.000 Kopfbäume. Kopfweiden zieren sogar das Wappenschild des Kreises Wesel. Auch in Moers und Neukirchen-Vluyn prägen Kopfweiden entlang der Kendel und feuchten Wiesen die Landschaft.

Mehr Informationen zu Kopfbäumen von der Stadt Neukirchen-Vluyn

Der NABU verpflichtet sich zur regelmäßigen Pflege

Mit Grundstücksbesitzern und / oder Landwirten gibt es in der Regel 10-Jahres-Verträge. Der NABU verpflichtet sich zur regelmäßigen Pflege und die Grundstücksbesitzer verpflichten sich, die Bäume nicht zu entfernen. Bevor mit der aktiven Arbeit in und für die Natur gestartet werden kann, muss im Vorfeld einiges an Planungs- und Organisationsarbeit geleistet werden. Hierzu wird in der Regel der Sommer und Herbst genutzt. Alle Kopfbäume, die vom NABU gepflegt werden, sind kartiert.

Einige Absprachen sind im voraus nötig

Die Kopfweiden werden begutachtet und die Genehmigung der Grundstücksbesitzer eingeholt, die Bäume schneiden zu dürfen. Gegebenenfalls müssen auch Absprachen bezüglich Einsatzeiten getroffen werden, wenn wir Ackerflächen betreten können. Zu guter Letzt wird auch noch eine Genehmigung der unteren Landschaftsbehörde benötigt. Dann erst können die Arbeiten beginnen. Kopfbäume werden in einem Turnus von 5-7 Jahren geschnitten.

Das Schnittgut muss aus Gräben, Zäunen und Äckern entfernt werden

So wird verhindert, dass die Äste zu stark wachsen und der Baum auseinanderbricht. Damit ginge er als wertvoller Lebensraum für unzählige Insekten und Vögel (z.B. den Steinkauz) verloren.

Das Astholz kann zu Brennholz verarbeitet werden. Dünnere Äste – das sogenannte Zopfholz – werden vor Ort auf Haufen gestapelt und verbleiben dort. Sie dienen im Winter Vögeln, kleineren Säugetieren oder Insekten als Unterschlupf. Sie können aber auch zum Flechten von Körben oder Zäunen verwendet werden. Der eine oder andere Kindergarten holt sich das Zopfholz ab und baut daraus Zäune, Tipis oder Hütten.

Winterimpression: Auch bei Schnee wird gearbeitet

In Moers und Neukirchen-Vluyn werden in der Zeit von November bis Ende Februar ca. 200 Bäumen geschnitten. Die Pflegemaßnahmen finden jeweils Donnerstag- und Samstagvormittag in der Zeit von 08.30 bis 12.30 Uhr statt. Die Einsatzorte werden telefonisch oder per Rundmail mitgeteilt.

Ist der Morgen auch noch so kalt, man arbeitet sich schnell warm

Sobald die ersten Sonnenstrahlen durch die Bäume gucken, freut man sich über den schönen Wintertag. Genauso wie über die Gänse, die in Formation über einen hinweg fliegen oder über das Rotkehlchen, welches gelegentlich in der Nähe landet und unsere Arbeit ”überwacht”.

Manchmal hilft auch eine große Klappe


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